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BRÜLLWÜRFEL

Modifikation des Monacor MRD-34PA

Wer die Modifikation des Beta-8CX schon hinter sich gebracht hat, dem wird die Modifikation des MRD-34PA wie ein Spaziergang vorkommen. Dennoch ist auch hier Sorgfalt und Ruhe angesagt. Es soll ja am Ende alles richtig funktionieren.

Es sei erwähnt, dass die Grundidee der Modifikation des MRD-34PA nicht von mir, sondern von ‘Jesse’ stammt.

Der MRD-34PA im Originalzustand

Als erstes widmet man sich dem Hornmund. Das Gitter muss raus. Mit dem Bastelmesser wird der Kunststoffring abgehoben.

Als nächstes nimmt man einen Schraubendreher und sticht durch das Metallgitter, um es danach abzuhebeln.

So, das Gitter ist raus. Die Klebstoffreste bleiben drauf. Zum Einen stören sie nicht, zum Zweiten geht man der Gefahr aus dem Weg, dass Rückstände sich in das Innere des Treibers verirren und ihn so zerstören.

Nun muss eine Dichtung angefertigt werden, damit der Treiber luftdicht am Hornansatz abschliessen kann. Ich habe mir einen O-Ring mit 2mm Stärke und etwas mehr als 30mm Durchmesser im Baumarkt besorgt. Den habe ich aufgeschnitten..

... und gekürzt, damit er sauber in den Treiber passt.

Jetzt dreht man den Treiber um und schraubt die vier Schrauben vom hinteren Deckel los.

Dann wird der Deckel vorsichtig abgenommen. Nicht an den Anschlußklemmen anfassen, sonst nimmt man die Membrane des Treibers mit raus. Das ist nach Möglichkeit zu vermeiden.

So sieht der Treiber offen aus.

Da wir uns nur mit dem Kunststoffdeckel beschäftigen, legen wir den Treiber an einen sicheren Ort, wo ihm nichts passieren kann. Der Deckel mit der Rückkammer ist ein Kunstoffspritzteil mit relativ dünnen Wänden. Hier steckt einiges Potential zur Verbesserung drin.

Zunächst geht es um die Bedämpfung der Rückkammer.

Ich habe mir 2mm starkes Filz besorgt. Daraus schneidet man als erstes einen Streifen, 13mm breit und 153mm lang.

Dann wird auf die Außenwand Klebstoff aufgetragen...

... und der Filzstreifen rundherum eingeklebt.

Als nächstes braucht man zwei Filzscheiben mit 48mm Durchmesser.

Diese werden dann auf die Rückwand der Rückkammer geklebt. Ist alles fertig, sieht es so aus.

Als nächstes soll der Rückkammer unerwünschtes Eigenleben abgewöhnt werden. Dazu verfüllt man die überflüssigen Hohlräume.

Hier ist sorgfältiges Arbeiten angesagt, damit der Montagekleber nur da hin kommt, wo er hin soll. Mit einem alten Schraubendreher kann man den Kleber schön verteilen.

Die erste Hälfte verfüllt. Die Zweite geht genauso wie die Erste ;)

Beim verfüllen ist darauf zu achten, dass man nicht zu hoch auffüllt. Der Kleber muss unterhalb des weißen Dichtrings bleiben, sonst passt der Deckel nicht mehr auf den Treiber.

Hat man alles verfüllt, sollte es ungefähr so aussehen. Jetzt über Nacht zum trocknen liegen lassen.

Am nächsten Tag ist der Kleber durchgehärtet und steinhart. Also wird die Haube wieder auf den Treiber gesetzt und festgeschraubt. Als letztes muss noch die Rückwand der Rückkammer beruhigt werden. Ich habe mal freundlich beim Dachdecker nach Alu-kaschierter Bitumenschweißbahn gefragt. Ein kleines Stück gab’s geschenkt. Einfach hinten auf d’rauf pappen - fertig.

Damit ist die Modifikation des Treibers fertig. Jetzt nur noch hinten auf den Emi schrauben und der Hifi-PA-Koax ist betriebsbereit. Sieht doch ein bisschen wie ein Tannoy aus, oder?

Weiter geht’s mit dem Gehäuse